Geschäftsöffnungen aus Anlass der Tour de France – Politik ringt um Lösung

Nicht nur der Einzelhandel in Mönchengladbach und Rheydt geben sich uneins. In den beiden Sitzungen der Bezirksvertretungen Süd und Nord verdeutlichten sich heute die Meinungsunterschiede in der Politik.

Einstimmig fasste der Süden den Beschluss, im Falle der Öffnungs-Ablehnung durch das Rheydter Citymanagement, die südlichen Stadtteile aus der Verordnung streichen zu lassen.
Klar und deutlich formulierte der Sprecher der CDU im Süden, Joachim Roeske, seinen Standpunkt. Er handelt im Sinne der Einzelhändler in Rheydt, nicht im Sinne der politischen Wunschrichtung.

Ganz anders reagierte die BV-Nord. In Mönchengladbach freut sich Einzelhandel auf den Tour-Sonntag und vor allem auf die Möglichkeit der Umsatzsteigerung durch die Öffnung der Geschäfte, trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen, durch massive Absperrmaßnahmen auf des Sicherheitskonzeptes für die Radfahrer.
Unverständnis  und Verärgerung für die Rheydter Entscheidung zeigte CDU-Ratsfrau Annette Bonin:“ Die Geschäftsleute (Rheydt d.Red.) denken zu kurz. Die Öffnungsmöglichkeit ist ein Köder-Angebot, ein Schnupper-Angebot für die Kunden. Der Einzelhandel sollte zusammenstehen und Werbung für die Gesamt-Stadt betreiben“.

Dann gab es urplötzlich doch noch die Möglichkeit, die Uneinigkeits-Kuh vom Eis zu ziehen.
Ein Antrag für einen weiteren Offenen Sonntag für ein „herausragendes Ereignis“ soll die Möglichkeit für Rheydt eröffnen, den gewünschten Adventsonntag im Dezember, dies ist der Grund der Tour-Sonntag-Ablehnung, doch noch zu erhalten. Die Genehmigungschancen dafür sind sehr groß meint Annegret Ketzer, Leiterin des Ordnungsamtes. „Diesen Antrag kann jeder stellen“. Die Diskussion beginnt nun aufs Neue.