Und wieder werden 253 Schüler abgewiesen…

Beispielfoto: Gesamtschule Volksgartenstr.
An den sechs Gesamtschulen der Stadt Mönchengladbach sind während der Anmeldefristen vom 1. Februar bis 5. Februar für das kommende Schuljahr 983 Kinder angemeldet worden.

Darin enthalten sind bisher rund 60 Anmeldungen für das Gemeinsame Lernen. Im vergangenen Jahr hatte es 961  Anmeldungen gegeben.

Von den angemeldeten Kindern werden 730  (Vorjahr 693) an den Gesamtschulen aufgenommen. 253 Kinder (Vorjahr 268) werden an andere Schulformen verwiesen oder haben noch die Möglichkeit sich bei der Gesamtschule Espenstraße, der Gesamtschule Theo-Hespers oder an der Hans-Jonas Gesamtschule anzumelden. Hier gibt es noch Restplätze.

Die entsprechenden schriftlichen Benachrichtigungen der Schulen sollen die Eltern im Laufe der dieser Woche (ab dem 17. Februar) erhalten. Die Eltern der Kinder, die keine Aufnahmebestätigung an einer Gesamtschule für ihr Kind erhalten, können noch Kontakt zu den aufgeführten drei Gesamtschulen aufnehmen oder es ab Samstag, 29. Februar, bis einschließlich Mittwoch, 4. März (sorry, 2. Korrektur durch die Verwaltung der Stadt), an einer Hauptschule, einer Realschule oder einem Gymnasium anmelden. 

Das Anmeldeergebnis der Gesamtschulen  wurde Ende letzter Woche in einem Koordinierungsgespräch unter dem Vorsitz des Beigeordneten Dr. Gert Fischer mit den Schulleitungen, der Vorsitzendendes Schul- und Bildungsausschusses sowie den entsprechenden  Fraktionssprechern des Ausschusses erörtert. 

Die Ergebnisse im Einzelnen: 

– Gesamtschule Hardt: 187 Anmeldungen (Vorjahr: 181); Aufnahmen: 116
– Hans-Jonas-Gesamtschule: 110 Anmeldungen (Vorjahr: 121); Aufnahmen: 116
– Theo–Hespers-Gesamtschule: 105 Anmeldungen (Vorjahr 112); Aufnahmen: 108
– Gesamtschule Volksgarten: 227 Anmeldungen, (Vorjahr 212); Aufnahmen: 112
– Gesamtschule Espenstraße: 138 Anmeldungen (Vorjahr: 133); Aufnahmen: 162
– Gesamtschule Rheydt-Mülfort: 217 Anmeldungen (Vorjahr: 202); Aufnahmen: 116

16 Kommentare zu "Und wieder werden 253 Schüler abgewiesen…"

  1. Ulrich Elsen | 22. Februar 2020 um 20:57 |

    Herr Wendler, wenn sie diejenigen zusammenzählen,
    die eine weitere Gesamtschule befürworten würden, kommen sie derzeit auf 31 Stimmen im Rat.
    Das ist eindeutig zu wenig. Also haben zumindest mal die Klärung der Frage einer möglichen Zügigkeitserweiterung durchgesetzt.
    Zur Rolle der Bezirksregierung in dem Zusammenhang sage ich hier öffentlich gar nichts.
    Aber sie können sicher sein, dass sie die SPD auch in der nächsten Wahlperiode auf der Seite des Elternwillens sehen werden.
    Da zähle ich dann auch auf ihre Unterstützung.

    • Harald Wendler | 22. Februar 2020 um 22:14 |

      Herr Elsen, Sie vermuten lediglich, dass es keine Mehrheit geben könnte. Selbst bei Ihrer Rechnung könnte eine Mehrheit für den Antrag stimmen. Die 30 Gegenstimmen der CDU ergeben keine Mehrheit dagegen.
      Aber sie versuchen es ja nicht einmal. Wie bei einer namentlichen (geheimen) Abstimmung das Ergebnis aussehen würde, das wäre abzuwarten.
      Erst dann können Sie behaupten, wir haben keine Mehrheit gefunden.
      Dann haben sie selbstverständlich meine Unterstützung.

  2. Dieter Kremer | 22. Februar 2020 um 10:37 |

    Herr Elsen,
    Sie scheinen nicht mehr kritikfähig zu sein, Sie wollen die Unfähigkeit der GroKo übertünschen.

    • Ulrich Elsen | 22. Februar 2020 um 14:38 |

      Herr Kremer, Herr Wendler,
      noch mal, 250 Abweisungen sind 250 zuviel! Wenn sie meine Kommentare hier lesen, begründe ich auch, warum wir keine größeren Schritte gemacht haben. Die Finanzierung der 6. Gesamtschule war ein dicker Brocken. Und zuletzt müssen wir auch stabile Mehrheiten haben. Die waren im Rat in der Gesamtschulfrage nicht vorhanden. Aber deshalb legt die SPD in Mönchengladbach das Thema nicht zu den Akten sondern wirbt um Lösungen, die entweder im Ausbau oder auch in einer 7. Gesamtschule liegen. Bis dahin sind die Kinder an anderen Schulformen, in der Regel an Real- und Hauptschulen. Und da arbeiten auch Pädagogen, die ihre Arbeit sehr ernst nehmen und sich darin aufreiben, ihren Schülerinnen und Schülern die Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben zu vermitteln.
      Auch dies gehört zur Wahrheit dazu und hilft auch den Kindern und ihren Eltern die nachvollziehbare Enttäuschung zu verwinden.
      Und nochmal, die SPD steht nicht nur in Verantwortung für die Gesamtschulen, sondern für alle Schulformen. Das darf man bei der Debatte um Schulentwicklung bitte auch nicht vergessen.

      • Harald Wendler | 22. Februar 2020 um 16:07 |

        Herr Elsen, auch ich sage es Ihnen nochmal, Sie hatten nicht das Rückgrat, dem Koalitionspartner zu sagen: „Wir wollen die 7. Gesamtschule oder Erweiterungen für die zu erwartenden Anmeldungen.“
        Welchen nachvollziehbaren Grund sollte ich in Ihren Kommentaren entdecken können.
        Nein, die Finanzierung war kein Hinderungsgrund und Sie wissen es sehr genau.
        Trotz ihres Vorzeigeprojektes mit Alleinstellungsmerkmal, MG+ wachsende Stadt, hätte es in Absprache mit der Bez. Regierung Möglichkeiten gegeben. Aber dies haben sie nicht einmal versucht.
        Was wollen Sie mir nun erklären, weiterhin geschätzter Herr Elsen.

  3. Verona Paton | 22. Februar 2020 um 10:32 |

    An Herrn Elsen: Wir leben in MG, sie regieren in MG, es geht bei diesem Thema nicht ums Land.
    Sie meinen es sei „nicht schlecht“? Es ist purer Mist, dass 250 Kinder abgewiesen werden.
    Lesen sie mal die Protokolle der entsprechenden Sitzungen und sie werden erkennen wie ihre eigene Haltung durchschlägt.

  4. Ulrich Elsen | 21. Februar 2020 um 21:56 |

    Sehr geehrte Kritiker der SPD Schulpolitik in Mönchengladbach. Schauen sie sich doch mal im Land um und vergleichen sie unsere Stadt mit jetzt immerhin sechs Gesamtschulen mit anderen Städten vergleichbarer Größe. Bei diesem Vergleich schneiden wir nicht schlecht ab. Wohlgemerkt, ich bin auch nicht zufrieden und die Abweisungen lassen mich nicht kalt. Aber man sollte bei aller Kritik auch mal die „Kirche im Dorf“ lassen. Und Demokratie braucht – glücklicherweise – Mehrheiten für Beschlüsse auch in der Schulpolitik!

  5. Ulrich Elsen | 21. Februar 2020 um 21:21 |

    Sehr geehrter Herr Dodan,
    ich kann ihre Ungeduld verstehen. Aber immerhin ist
    In dieser Ratsperiode die 6. Gesamtschule in ihre neuen Räume gezogen und damit fertiggestellt.
    Dass wir immer noch ca 250 Kindern nicht ihren Wunsch nach einem Gesamtschulplatz erfüllen können, läßt mich nicht kalt. Aber immerhin hat die Verwaltung den Auftrag darzustellen, wie durch eine Erhöhung der Zügigkeit an den vorhandenen viertürigen Gesamtschulen eine Erweiterung des Angebotes erreicht werden kann. Und unsere Forderung nach einer 7. Gesamtschule steht.
    Gleichzeitig sage ich ihnen aber klar, dass Politik kein Wunschkonzert ist. Es braucht Mehrheiten und die gab es nun mal nicht. Ebenso muss das alles auch finanziert werden und da stehen wir auch zu unserer Verantwortung für die anderen Schulformen. Und in einer Kooperation – egal mit wem – haben sie immer Partner, die die Dinge anders sehen als man selber. Deshalb ist auch Politik immer wieder das Bohren dicker Bretter und kein Wunschkonzert.( s.o.)

    • Ulrich Elsen | 21. Februar 2020 um 21:35 |

      Sehr geehrter Herr Wendler,
      wie hätten wir es denn ihrer Meinung nach anstellen sollen? Wenn sie mir das schlüssig erklären, kann ich ihr harsches Urteil vielleicht auch nachvollziehen.

      • Harald Wendler | 22. Februar 2020 um 08:44 |

        Sehr geehrter Herr Elsen,
        die SPD kann in Koalitionsverträgen Bedingungen stellen, nur als Beispiel.
        Sie muß auch nicht Anträge der Opposition ablehnen, nur um die Koalition nicht zu gefährden.
        Es gab die Möglichkeit, Mehrheiten zu finden, nur eben nicht mit der CDU.
        Diese Möglichkeiten hat die SPD bewußt nicht genutzt.
        Nur über ein Wahlprogramm werden Sie niemanden von einer Veränderung überzeugen können.

  6. Harald Wendler | 21. Februar 2020 um 19:08 |

    Voreilig den Stab brechen? Nein.

    In der Frage der Gesamtschule hat die SPD schlicht versagt.

  7. Ulrich Elsen | 21. Februar 2020 um 11:07 |

    Vielleicht hilft das zur Standortbestimmung der Mönchengladbacher SPD in der Gesamtschulfrage:
    Die MG SPD wird in ihrem Kommunalwahlprogramm die Erweiterung des integrativen Schulangebotes stehen haben. Entweder durch die Zügigkeitserweiterung bestehender Schulen oder durch eine neue, 7. Gesamtschule.
    Dies zur Info an diejenigen, die hier voreilig den Stab über die SPD brechen wollen.

    • Per Dodan. | 21. Februar 2020 um 18:41 |

      Sehr geschätzter Herr Elsen,
      bereits im noch aktuellen Wahlprogramm 2014 stand zur Bildung folgendes:

      647 •Beste Bildung, Betreuung und Ausbildung werden wir für alle Menschen
      ermöglichen.

      Wem haben sie (SPD) die beste Bildung geboten?

      Daran haben Sie persönlich mitgearbeitet, Sie persönlich tragen Mitverantwortung, dass es nicht umgesetzt wurde. Oder haben Sie etwas gegen jährlich mehr als 200 Ablehnungen von Kindern getan, die zur Gesamtschule wollten?
      Wissen Sie, was aus diesen Kindern geworden ist, welchen schulischen Weg sie gegangen sind?
      Welche Eltern, die im nächsten Jahr ihr Kind zur Gesamtschule anmelden wollen, sollten auf eine solche Wahlaussage vertrauen?
      Kommen Sie nicht mit der üblichen Ausrede: Wir haben leider keine Mehrheit bekommen. Der SPD war die Machterhaltung, die SPD/CDU Koalition wichtiger als eine weitere Gesamtschule. Wichtiger als eine Handvoll Kinderzukunft.

      P. D.

  8. Harald Wendler | 18. Februar 2020 um 14:08 |

    SPD fordert mehr Gesamtschulplätze: „Wir brauchen eine Bildungsstrategie für Mönchengladbach“

    Das, sehr geehrter Herr Heinrichs aus Ihren Mund, ist der blanke Hohn!
    Seit vielen Jahren wird an diesem Thema zugunsten der Stimmenmehrheit aus CDU/SPD rumgedruckst.
    Nur eine Forderung in einer Pressemeldung aufzustellen und dann zum nächsten Karnevalsball zu laufen, dass ist keine Politik und kein Einsatz für sozialdemokratische Ziele.
    Das ist ein Schlag ins Gesicht der Eltern, jedes Jahr aufs neue.

    Dass die CDU das alles verhindern möchte, passt zu deren Gymnasialpolitik, es ist jedoch kein Alibi für die SPD.

  9. Gerhard Berger | 18. Februar 2020 um 08:45 |

    Da gab es doch einmal eine SPD, die setzte sich stark für eine weitere Gesamtschule in Mönchengladbach ein? Nun, da es einen neuen OB zu wählen gilt, wird dieses Thema Bildung und kein Kind zurücklassen wohl weich gespült.
    Ergo war es lediglich Populismus seitens der SPD!
    Im Herbst kann jeder im Wahllokal die Quittung abgeben.

    • Lieber Gerhard,
      Schau doch mal in die sozialen Medien, dort ist zu lesen, wie sehr sich der SPD OB-Kanidat Heinrichs für alle engagiert. Für die Menschen springt er von einer Maskerade in die nächste Uniform.
      Genauso populistisch würde er sein OB-Amt ausfüllen. Wollen wir sowas?

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