Warnstreik in Bonn zeigt Entschlossenheit der Beschäftigten

Beispielbild einer Kundgebung

Ihre Empörung über die bisherige Blockade der Arbeitgeber trugen mehr als 7.000 Beschäftigte am Mittwoch (11. April) auf Bonns Straßen.

„Die Beschäftigten füllen den öffentlichen Dienst mit Leben und übernehmen Tag für Tag gesellschaftliche Verantwortung. In der dritten Runde sind jetzt die Arbeitgeber gefragt, endlich die verdiente Wertschätzung und das nötige Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu zeigen. Genau daran appellieren die tausenden Beteiligten bei diesem Warnstreik und diese Stärke nehmen wir mit an den Verhandlungstisch“, bekräftigte Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw, am Rande der Demonstration durch die Bonner Innenstadt.
Dem Streikaufruf waren Ver- und Entsorger, Kita-Beschäftigte, Feuerwehr- und Rettungskräfte, Gesundheits- und Pflegepersonal, Verwaltungsangestellte und Auszubildende der Kommunen gefolgt. Sie alle protestierten gemeinsam gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite und forderten stattdessen endlich ein faires Angebot.
„Geschlossenheit und Entschlossenheit ist das Motto der Kolleginnen und Kollegen. Wir wehren uns entschieden, dass die Beschäftigten gegeneinander ausgespielt werden. Ein Teil der Kolleginnen und Kollegen setzt auf einen Mindestbetrag, während andere vor allem von einer ordentlichen linearen Komponente profitieren. Wir zeigen, dass eine Taktik des Ausspielens nicht aufgehen wird“, stellt Hemsing klar.
Hintergrund:
Die Kernforderungen der komba gewerkschaft nrw lauten – angesichts der starken wirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Steuereinnahmen – sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro. Rund 2,6 Millionen Beschäftigte in Bund und Kommunen sind vom Tarifvertrag betroffen, darunter alleine 2,3 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die dritte Verhandlungsrunde beginnt am 15. April in Potsdam.

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