Wohnen in Mönchengladbach – Versprechen und Wirklichkeit

Es herrscht Einigkeit bei der simplen Beschreibung der Not auf dem Wohnungsmarkt in der Stadt.
Alle Akteure wissen, es fehlen massenhaft zumutbare, bezahlbare Mietwohnungen, über den Eigenheimbau spricht momentan niemand mehr.

Projekte wie z. B. in Giesenkirchen, Kruchenstraße, darüber wird lieber geschwiegen. Dabei wurde der Bebauungsplan vor Jahren bereits vom Rat beschlossen.

In allen Werbemeldungen der Stadt wird seit Jahren und aktuell von der erfolgreichen Umsetzung des Projektes „Seestadt“ geschwärmt, lediglich 248 Wohnungen sind bisher fertiggestellt und stehen zur Vermietung bereit. Allerdings mußte sich der Investor erst einmal vom Verkaufskonzept verabschieden, ob der aktuellen Marktsituation. Doch wer soll diese sicherlich guten Wohnungen mieten?
Wer auf der Suche nach einer lohnenden Investition in eine Eigentumswohnung war, der fällt hier aus.
Wer dringend eine gute Mietwohnung sucht, kann diese bei einem Quadratmeterpreis/warm von etwa 15 Euro nicht bezahlen, sollte er/sie zu den Normalverdienern gehören.
Dabei sind die Wohnungen überwiegend barrierefrei gebaut, es gibt Aufzüge in jedem Haus, ein Tiefgaragenplatz für den PKW ist zusätzlich zu mieten für 100-120 Euro pro Monat. Ein Balkon ist Standard. Die zugesagte Dachbegrünung wird es nicht geben können, Photovoltaikanlagen haben jetzt Vorrang vor der Verbesserung des Stadtklimas.
Die Lage hinter den Gleisen wird auf Jahre hinaus öde bleiben, das versprochene „Grün“ und der „See“ müssen erst noch wachsen.
Ein spärlicher Start eines hochgelobten Projektes.

13 - 0

Danke für Ihre Abstimmung!

Sorry, Sie haben schon abgestimmt!

2 Kommentare zu "Wohnen in Mönchengladbach – Versprechen und Wirklichkeit"

  1. Es wird nicht nur über lange beschlossene Projekte geschwiegen, es werden auch wie jüngst für Venn weitere derzeit nicht zeitgemäße Bebauungspläne verabschiedet :(

  2. Bengt Schlömer | 23. April 2023 um 19:57 |

    Habe mir gestern angeschaut, was anzuschauen ist. Die Wohnungen haben mich definitiv überzeugt, das Gesamtkonzept ebenso. Barrierefrei, helle, freundliche Räume, sehr gut auch, der kleine Abstellraum. Arzt, Physio, Paketstation werden noch einziehen. In der Tiefgarage gibt es schon den Hinweis auf eine Apotheke. Von wo aus der See sichtbar sein wird, bleibt abzuwarten. Wie auch immer, wer urbanes wohnen schätzt, wird in der Seestadt gut aufgehoben sein. Wer ein bisschen Raum und Grün um sich braucht, wird wegbleiben. Solche Dinge regulieren sich von alleine. Zwei wesentliche, für mich entscheidende Punkte : Wo ist die Ausgleichsfläche für die weggefallene Dachbegrünung? WELCHER OTTO NORMALVERBRAUCHER KANN SICH DIE MIETE LEISTEN???

Kommentare sind deaktiviert.