Erfahrung eines Solingers in Mönchengladbach oder: die Protected Bike Lane (Blaue Route) Mönchengladbach – Hohenzollernstraße

Beispiel einer Blauen Route

War zu Besuch bei meiner Freundin in Viersen-Ummer.

Am Samstag 08.07.2023, wollten wir gegen 18 Uhr nach Mönchengladbach um Filterwatte zu kaufen.
Da meine Freundin eine schlechte Orientierung, hat fuhren wir per ‚Navi‘. Dieses leitete uns dann auf die ganz rechte Spur der Hohenzollernstraße.
Wir machten noch Witze, dass die Auto-Spur so schmal war (Meine Freundin fährt einen Fiat 500) und da war die durchgezogene Linie und fließender Verkehr, kamen wir da auch nicht raus!! Erst auf Höhe der Saumstraße wurde ersichtlich, dass wir uns auf einem Fahrradweg befinden mußten?

Bei dem Versuch nach links ‚rauszukommen‘ überfuhr meine Freundin dann einen der liegenden Sperrblöcke (trapezförmig, ca. 60cm lang, NUR ca. 15cm hoch) und zerfetzte sich den linken Vorderreifen. Haben direkt den ADAC angerufen.
Ein vorbeikommender Polizeiwagen bat uns, den Wagen auf den Bürgersteig (gegenüber der Saumstraße) zu setzen. Der Beamte bestätigte, dass die Stadt (-Arbeiter) diesen Bereich hätten eigentlich sperren müssen. Denn in Richtung stadteinwärts, war die Hohenzollernstraße gesperrt – nur nicht stadtauswärts!!
Wir mußten dann zweieinhalb Stunden auf den Abschlepper (Fa. Böker) warten; dieser sagte uns, dass wir das 8. Fahrzeug wären, das da reingerasselt ist und er gerade ein Meldung bekommen hatte, dass ein BMW auch schon wieder verunfallt war, also 9.!!
Der Fahrer der Fa. Böker war so freundlich uns zur Autowerkstatt, meinr Freundin nach Ummer zu fahren; Da meine Freundin ein Hüftleiden hat, war er so freundlich, sie fast bis zur Ihrer Haustüre zu fahren. Ich bin dann mit dem Fahrer zur Werkstatt gefahren, das Auto abstellen. Es war mittlerweile ca. 20:30 und die Zahl der verunfallten Fahrzeuge hatte sich auf 12!! erhöht.
Ein zerfetzter Reifen kostet meiner Freundin bestimmt mit Montage 250 Euro!! Und wegen ihres Hüftleidens ist Sie eigentlich auf das Auto angewiesen.

Wenn die Stadt schon SO etwas macht, sollte man doch eine Baustelle kennzeichnen und nicht UNABGESPERRT offen lassen!! Man hätte ja auch vorher die Straße blau oder andersfarbig anmalen können, bevor man Betonklötze auf die Fahrbahn legt. Ist eigentlich unverantwortlich!!

Vielleicht ist DAS hier ein Artikel wert??

Mit freundlichen Grüßen

Joachim J.

Solingen

Quelle: Schreiben des Autors,
der Name ist der Redaktion bekannt
22 - 14

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4 Kommentare zu "Erfahrung eines Solingers in Mönchengladbach oder: die Protected Bike Lane (Blaue Route) Mönchengladbach – Hohenzollernstraße"

  1. Peter Maritzen | 12. Juli 2023 um 19:56 |

    DIe Radwege auf der Hohenzollernstr. waren vor über 30 Jahren schon Buckelpisten.
    Ob die jetzige Lösung optimal ist wage ich zu bezweifeln, erscheint irgendwie konzeptlos.

  2. Gladbacher | 12. Juli 2023 um 16:20 |

    Ich bin mal gespannt, wie demnächst mein Umzug statt findet. Vielleicht kommt die Firma mit Lastenrädern.

  3. Dr. Ulrich Pongs | 11. Juli 2023 um 23:24 |

    Für ViersenerInnen und andere auswärtige Personen zur Information:
    Die #6FahrradstraßenFormerlyKnownAsBlaueRoute in Mönchengladbach sind
    1. die Brucknerallee zwischen Mühlenstraße und Nordstraße,
    2. die Brucknerallee zwischen Nordstraße und Breite Straße,
    3. die Brucknerallee und Richard-Wagner-Straße zwischen Breite und Hofstraße,
    4. die Buscher Straße und August-Oster-Straße,
    5. die Kronprinzenstraße bis zur Viktoriastraße (die wahrscheinlich kürzeste Fahrradstraße der Welt)
    und
    6. die Viktoriastraße zwischen Kronprinzenstraße und Fliethstraße!

    Zwischen den #6FahrradstraßenFormerlyKnownasBlaueRoute und der Hohenzollernstraße gibt es genauso wenig eine unmittelbare Verbindung wie von den #6FahrradstraßenFormerlyKnownAsBlaueRoute zu den beiden Hauptbahnhöfen Mönchengladbach Hbf. und Rheydt Hbf.

    Und eine Fahrradstraße ist gemäß §45 StVO und Allgemeiner Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO) etwas anderes als eine Protected Bike Lane (PBL).

    • Dav. Ernst | 12. Juli 2023 um 17:23 |

      Weder die Viersener noch andere auswärtige Personen brauchen Ihre schulmeisterlichen Belehrungen, lieber Dr. Pongs. Es geht um etwas ganz anderes, lesen können Sie doch?

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