Nichts als Vorwürfe

Als christlich erzogenen Menschen habe ich Herrn Nasser Zeaiter im November vergangenen Jahres kennengelernt. Damals, kurz nach seiner Wahl zum Vorsitzenden des Integrationsrates in Mönchengladbach habe ich mit ihm ein längeres Gespräch geführt und mir seine Version zu den schon aufkommenden Vorwürfen angehört.

Nassan Zeaiter

Und nein, es gibt und es gab keinen Hinweis, Zeaiter sympathisiere mit der Hisbollah.
Klar und deutlich distanzierte Zeaiter sich von Antisemitismus und Islamismus.

Treffen mit hochrangigen Mitgliedern der Hisbollah, die viele Jahre zurückliegen, die leugnet er nicht. Er erklärt nachvollziehbar seine Beweggründe für diese Treffen.

Entscheidend ist, was wir in unserer Zeit daraus machen oder konstruieren wollen. Die aktuell stattfindende versuchte Diskreditierung sollte schnellstens beendet werden.
Wem nützen die nun in der Presse verbreiteten Berichte, die ohnehin keine Substanz haben. Hätten sie Substanz, es gäbe von staatlicher Seite entsprechende Reaktionen. Es gibt sie nicht.
Die Wortführer der Ampel-Koalition sollten das persönliche Gespräch mit Nassan Zeaiter suchen und nicht nur auf populistische Medienberichterstattung reagieren.

3 Kommentare zu "Nichts als Vorwürfe"

  1. Karl Sasserath | 16. März 2021 um 20:03 |

    Sehr geehrter Herr Wendler, ich möchte Ihnen meinen Respekt für Ihren Kommentar zollen. Ich habe Jahre lang mit Nasser Zaiter im Integrationsrat zusammengearbeitet. Dort lernte ich ihn als anständigen und ehrlichen Menschen kennen. Schon 2014 war es für Nasser Zaiter möglich zum Vorsitzenden des Integrationsrates gewählt zu werden. Herr Zaiter hat darauf verzichtet, weil dies bedeutet hätte, ein Mitglied der nationalistischen „Graue Wölfe“ zum stellvertretenden Vorsitzenden zu wählen. Damals äußerten CDU/SPD keine Kritik an der Wahl eines Vorsitzenden, der einer Listenverbindung entstammte, der auch ein Mitglied der „Grauen Wölfe“ angehörte. Obwohl die schon damals als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Was die deutsche Gesellschaft nicht zu verstehen scheint ist, dass Menschen mit einer Migrationsgeschichte von Geburt an, mindestens zwei Identitäten zu bewältigen haben. Heimat ist für solche Menschen immer mehrdeutig. Sie sind der Kultur ihres Geburtslandes und dem Land, in dem sie leben, verpflichtet. Solange unsere Gesellschaft, das nicht als Chance, Reichtum und Ressource begreifen, werden wir große Zukunftsaufgaben nicht lösen.

  2. Gitta Forsa | 15. März 2021 um 12:11 |

    Versucht hier eine Verliererpartei Salz in die Ampelsuppe zu streuen?
    Das genehme Werkzeug dazu die RP?
    Peinlich!

  3. Peter Josef Dickers | 14. März 2021 um 17:16 |

    Ein wichtiger „Standpunkt“. Populismus hift niemandem.

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