Portal-Wiederaufbau bleibt wichtiges Thema für die CDU – nun auch Wahlkampf gesteuert

Stadtkassenportal-Einzelteile (Kopie)Der Wiederaufbau des früheren Stadtkasse-Portals bleibt für die CDU-Fraktion ein wichtiges Thema. „Wir werden da nicht locker lassen“, sagt CDU-Ratsherr Hans Wilhelm Reiners. Deshalb setzt sich die CDU mit zwei Anträgen erneut für den Wiederaufbau des Portals ein.
Für Reiners scheint sich derzeit zu bewahrheiten, was er bereits im September 2012 kurz vor dem Abbruch des Portals gesagt hat: „Wir befürchten, dass jetzt der Versuch gestartet wird, auf Zeit zu spielen. In Kürze wird dann das Portal abgerissen, und im Zweifelsfall mit Hinweis auf nicht zu finanzierende Kosten ein Grund gefunden, es nie wieder aufzubauen.“

 

Reiners: „Was ist passiert? Zunächst beziffert die Verwaltung die Kosten des Wiederaufbaus auf etwa 70.000 Euro, und jetzt sollen es schon 300.000 Euro sein. Und es wird bestimmt noch teurer werden, wenn wir jetzt Lösungen finden sollten, die aktuell aufgerufenen 300.000 Euro zu finanzieren.“

Joachim Roeske, CDU-Sprecher in der Bezirksvertretung Süd, kritisiert in diesem Zusammenhang, dass es offenkundig kein größeres Problem war, 300.000 Euro Mehrkosten für ein ohnehin schon mit einer Million Euro veranschlagtes Verbindungsbauwerk zwischen der Tiefgarage der Verwaltung und der öffentlichen Tiefgarage unter dem Rheydter Markt zu finanzieren.

Woher der Wind weht, ist für die CDU auch klar, hatte doch der Sprecher der SPD-Fraktion im Herbst 2012 die Diskussion über den Wiederaufbau des Portals als „verrückte Diskussion“ bezeichnet. „An dieser Einschätzung der Situation hat sich offensichtlich nichts geändert“, so Reiners, „und der Oberbürgermeister sitzt dabei mit seiner Partei in einem Boot.“

Während die Verwaltung nach wie vor nach Gründen sucht, den Wiederaufbau des Stadtkasse-Portals zu verhindern, sucht die CDU-Fraktion nach Möglichkeiten, die Finanzierung dieser Baumaßnahme zu sichern. Nachdem die Stadtsparkasse bereits finanzielle Unterstützung zugesagt hat, die aber aufgrund der neuen Kostenberechnungen offensichtlich nicht ausreicht, könnte nun eine Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland helfen, die Finanzierungslücke zu schließen.

Deshalb will die CDU-Fraktion mit einem ihrer beiden Anträge einen Beschluss herbeiführen, der die Verwaltung beauftragt, beim Landschaftsverband für den Wiederaufbau des Stadtkasse-Portals eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro aus Mitteln der regionalen Kulturförderung zu beantragen. Der zweite Antrag zielt darauf ab, das Stadtkasse-Portal unter Denkmalschutz zu stellen.

„Insbesondere für die Bürger im Stadtteil Rheydt ist das Stadtkasse-Portal ein sichtbares Stück Rheydter Geschichte“, so Reiners. „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, das Portal wieder aufzubauen, wird das Bauwerk unwiederbringlich verloren sein. Das wollen wir nicht.“
(PM-CDU)

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3 Kommentare zu "Portal-Wiederaufbau bleibt wichtiges Thema für die CDU – nun auch Wahlkampf gesteuert"

  1. Horst Peter Reiners | 31. Januar 2014 um 15:31 |

    Werte – Liebe Mitstreiter für das Portal,
    es sollte, müsste eine Volksabstimmung in Rheydt durchgeführt werden oder Unterschriftslisten ausgelegt werden, damit man genau weis wo man dran ist. Es gibt doch ein Gesetz, wo ein Kostenvoranschlag nicht über 10% sein darf, als veranschlagt wurde. Also packen wir es an, denn dieses hin und her, darf sich kein Wirtschaftszweig sich erlauben!
    Ich stelle mich gerne zur Verfügung, habe viel Zeit um eine repräsentative Umfrage für das Portal durch zu führen.
    Mit freundlichen Grüssen H.P. Reiners

  2. Wolfgang Rehatschek | 29. Januar 2014 um 22:34 |

    In meinem ganzen Bekanntenkreis ist man für den Erhalt bzw; für den Wiederaufbau des Stadtsparkassen-Portals.
    Gerade in Rheydt brauchen wir ein Identifikationsprojekt das es Wert ist dafür zu kämpfen.
    Nehmt bitte die Bürger in dieser Stadt ernst.

  3. Harald Wendler | 29. Januar 2014 um 08:43 |

    Ist es nicht die normalste Sache der Welt, dass Politiker sich bemühen sollten, des Bürgers Wille zu realisieren?
    Warum also so viel Aufhebens durch die CDU. Klar es ist Kommunalwahlkampf.

    Auch die CDU hat bisher den Beschlüssen zugestimmt, als es um den Abriss und die Einlagerung ging. Ein Verschweigen solcher Fakten sollten wir „Wahlvolk“ entsprechend werten.

    Die Bezirksvertretung Süd ist zunächst das zuständige Gremium um neue Anträge einzubringen, damit das Portal dorthin kommt, wo es aus Sicht der Bürger hingehört.
    Flankiert werden sollten die Anträge durch Vorschläge der Gegenfinanzierung.
    Die CDU muß schon sagen welche Projekte zurückgestellt werden sollen um den Portal-Wiederaufbau zu finanzieren.
    Das ist Aufgabe der Politik.
    Die Verwaltung dafür in die Verantwortung zu nehmen ist keine besonders seriöse Vorgehensweise eines OB-Kandidaten.

    Reiners erwähnt auch mit keinem Wort, womit er das angebliche Suchen der Verwaltung nach Verhinderungsmöglichkeiten des Wiederaufbaues glaubhaft begründen will.
    Beispiel: Fehlanzeige.

    Das ist mieser Wahlkampfstil und seiner nicht würdig.

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