Totgesagte leben länger

Neue Vorsitzende ist Simone Stephan (Bildmitte), die Geschäftsführung obliegt Sarah-Victoria Büttner (im Bild rechts) und für die Finanzen ist Simone Hintzen (im Bild Links) Das Bild wurde vom Vorstand der KG zur Verfügung gestellt und stammt von Foto Frank Mertens

Dieses alte Sprichwort könnte man für die KG Botterbloom verwenden. Noch zu Beginn des Jahres ging man in Giesenkirchen davon aus, dass die traditionelle Karnevalsgesellschaft nicht mehr lange existieren könne.

Doch man höre und staune, die KG Botterbloom ist noch da und dies stellte der neue Vorstand bei dem nostalgischen Gala-Abend am Mittwoch, den 18.11.2015 unter Beweis.

Nachdem die Giesenkirchener Urgesteine Gudrun Gruhn und Stefan Neus im Sommer ordentlich in den ortsansässigen Vereinen geworben hatten, man möge sich um den Fortbestand der KG bemühen, konnte ein Neuanfang in Angriff genommen werden.

Es wurde ein neuer Vorstand, für den Mönchengladbacher Karneval ein Novum, bestehend aus drei Damen, gegründet. Neue Vorsitzende ist Simone Stephan (Bildmitte), die Geschäftsführung obliegt Sarah-Victoria Büttner (im Bild rechts) und für die Finanzen ist Simone Hintzen (im Bild Links) zuständig.  Komplettiert wird der Vorstand durch Stefan Neus als 2. Vorsitzenden und André Hagedorn als 2. Geschäftsführer.

Alle Verantwortlichen waren gespannt was aus der Veranstaltung werden würde, es hätte ein totaler Flopp oder aber ein Erfolg werden können. Schon kurz nach Bekanntgabe, dass man den Abend veranstalten würde, waren positive Ergebnisse erkennbar. Die Platzreservierungen zeigten schon recht frühzeitig eine gute Resonanz. Schon sehr bald waren nur noch wenige Plätze nicht vergeben.

Am Abend des 18.11.2015 staunten die Verantwortlichen nicht schlecht und Simone Stephan war, was sie sonst im Regelfall nicht ist, sprachlos, wie schnell sich der Saal des Ratskellers füllte.

Um 19:11 Uhr zogen die drei Vorstandsdamen mit dem Maskottchen des Mönchengladbacher Karnevals „Bernie“ in den, bis auf den letzten Platz, gefüllten Saal ein. Es waren so viele Gäste aus den Giesenkirchener Vereinen, den Karnevalsgesellschaften der Stadt sogar aus Düsseldorf, der örtlichen Politik und weitere Besucher gekommen, dass nicht für alle ein Sitzplatz zur Verfügung stand.

Das Programm hatte verschiedene Höhepunkte aufzuweisen. Als erstes tanzte Bernie mit der Vorsitzenden und den Gästen in den Saal. Anschließend zog die Mönchengladbacher Prinzengarde mit einer Abordnung ein und das Solomariechen zeigte seinen Solotanz. Es folgte eine Büttenrede vom Landtagsabgeordneten und Ehrensenator Hans-Willi Körfges in der dieser die Fraktionsvorsitzenden der Groko im Mönchengladbacher Stadtrat mit Stars der Stummfilmzeit verglich. Auch die Politiker aus Düsseldorf und Berlin ließ er nicht ganz ungeschoren, außerdem plauderte er aus dem Nähkästchen seiner Familie. Ihm schlossen sich die Rednerin Röschen, die mit Bernd Gothe ein Zwiegespräch führte, an. In Selbigem stellten sich beide als ehemaliges Paar dar und zogen mächtig übereinander her.

Die Mönchengladbacher Prinzengarde folgte mit dem Auftritt ihrer Tanzgarde und zeigte den Gardetanz.
Die „Leckere Lalla-Boys der KG „De Leckere Jecke“ trugen anschließend einige Gesangsstücke aus ihrem Repertoire vor und als sie das Mottolied der vergangenen Session anstimmten, sang der größte Teil des Publikums textsicher mit.

 

Die Ehrensenatoren der KG BotterbloomDa jede Karnevalsgesellschaft stolz auf ihre Ehrensenatoren ist, wurden diese nun auf die Bühne gebeten. Die Vorsitzende Simone Stephan, die gekonnt durch ihre erste Veranstaltung führte, hob hervor, dass es unter anderem die Ehrensenatoren sind, die eine KG mit ihren Beiträgen mächtig unterstützen. Ganz besonders dankte sie den Ehrensenatoren Gudrun Gruhn und Stefan Neus, dass sie durch ihre unermüdliche Arbeit Sorge dafür getragen haben, dass die Botterbloom mit dieser Veranstaltung beweisen kann, dass sie noch da ist. Einen neuen Ehrensenator konnte Frau Stephan an diesem Abend auch in die erlauchte Riege aufnehmen. Man hatte den Staatssekretär im Ministerium des Inneren der BRD Dr. Günter Krings gewinnen können Ehrensenator der KG zu werden und so wurden ihm die Insignien Ernennungsurkunde, Senatorenorden und Narrenkappe übergeben.

Zu einem letzten Höhepunkt kam es zu fortgeschrittener Stunde als der Hoppeditz der KG dem neuen Vorstand die Gründungsurkunde aus dem Jahr 1951 überreichte.

Es war, so war von den Gästen zu hören, ein gelungener Anfang, den die unerfahrenen Vorstandsmitglieder gekonnt und sicher zelebriert haben.