Schulausschuss beschließt Elternbefragung zur Sekundarschule – Diskussion um Mehrsprachigkeit der Informationsbroschüre

Natürlich ist die Sekundarschule eine Kompromiss-Lösung zwischen politischen Parteien, vielen Menschen ist sie allerdings ein schlechter Kompromiss. Vor der Landtagswahl war wesentlich mehr gefordert und auch mehr versprochen worden. Vor der Wahl.

 

Die praktische Umsetzung dieses schlechten Kompromisses in Mönchengladbach:
Die Eltern von Kindern, die für eine Sekundarschule ab 2014 in Frage kommen, sollen in einer Befragung schriftlich erklären, ob sie ihr Kind in einer eventuell eingerichteten Sekundarschule anmelden würden.

Ob es sie geben wird, erfahren die Eltern in der Befragung nicht, die Verwaltung will sich das „vorbehalten“. Welche Arroganz.
Im Musteranschreiben der Verwaltung (Anlage) wird der mögliche Elternwille schon im Vorhinein missachtet:
„Auch für den Fall, dass die Umfrage die Errichtung eines zusätzlichen Gymnasiums oder einer zusätzlichen Realschule nahelegen würde, würde der Schulausschuss einen solchen Weg nicht beschreiten.“

Schwierig gestaltete sich auch der Punkt Mehrsprachigkeit.
Nach langer Diskussion entsprach auch Dezernent Dr. Gert Fischer dem Wunsch des Fachausschusses und sagte das Vorhalten der schriftlichen Informationen in Deutsch und
5 Fremdsprachen endlich zu.
Den gefundenen Kompromiss initiierte Nicole Finger (FDP).
Bereits in den Info-Broschüren soll darauf hingewiesen werden, dass die Unterlagen in weiteren Sprachen bei den jeweiligen Schulen zur Verfügung stehen.
Dem konnten alle Mitglieder zustimmen, auch Johannes Frommen (die Linke).
Diese hatten unter anderem gefordert, das Anschreiben zu ändern, die mögliche Schlussfolgerung „egal wie die Befragung ausgeht, wir machen was wir wollen“  zu streichen.
Der Verwaltung ist zu wünschen, dass sie die richtige Ansprache findet im Sinne der Sekundarschule und der Eltern.
Besser wäre eine weitere Gesamtschule. Zu wichtig ist die schulische Entwicklung aller Kinder.